DIE WELT: Prof. Dr. Druyen zur Bredouille der Gegenwart

„Nun stecken wir in einer unausweichlichen Bredouille“ – so der Befund von Prof. Dr. Thomas Druyen zur aktuellen gesellschaftlichen Situation. Seine Beobachtungen und Lösungsvorschläge schildert im Interview mit der Tageszeitung „DIE WELT“.

Nicht bloß klagen, sondern handeln

Die Probleme, die unsere Gesellschaft beschäftigen, sind vielfältig: Geklagt wird über die Generation Z, ihr fehle es an Ehrgeiz. Dass diese Generation entscheidende Veränderungen vorantreibt – so vor allem die Künstliche Intelligenz – zeige jedoch deutlich, dass diese Klage überzogen ist. Berechtigt ist für Druyen dagegen die Sorge um das Bildungswesen und den Bildungsstand. Hier gelte es, die Stärkung der Bildung nicht nur unentwegt zu thematisieren, sondern entschieden anzugehen.


Ebenfalls ein gesellschaftlich diskutiertes Thema sind neue Arbeitszeitmodelle. Ist eine Vier-Tage-Woche die Lösung für mehr Zufriedenheit? Dass unter vielen Beschäftigten Unzufriedenheit besteht, ist unbestritten. Viel wichtiger sind für Druyen, der sich hierbei auch auf die von der opta data Zukunfts-Stiftung durchgeführten Studien im Gesundheitswesen stützen kann, eine Verbesserung der Arbeitsbedingungen, die Möglichkeit, erlernte Kompetenzen anzuwenden, und mehr Weiterbildung.

Schnellster Veränderungsprozess der Geschichte

Die Veränderungen, die unsere Gesellschaft aktuell durchläuft, sind immens. Für Druyen befinden wir uns „im schnellsten Veränderungsprozess der humanen Zeitgeschichte“, und das erfordere ein neues Denken und Handeln. Ständiges Aufschieben und Verdrängen – so auch mit Blick auf den Renteneintritt der Babyboomer mit allen gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Folgen – helfe nicht weiter.

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